MWS, Bau, Projektentwicklung, Projektmanagement, Projektsteuerung, Bauberatung, Erschliessungsträger, Mannheim, Tiefbau, Hochbau, Architekten, Baubetreuung, Bauen, Projektierung, Tunnelbau, Strassenbau, KlinikenDie MWS Bauconsult ist in der Projektsteuerung, Projektleitung, Projektentwicklung und in der Bauberatung tätig. Bauconsult beschäftigt sich seit 26 Jahren vorwiegend im Projektmanagement, ist also als Projektsteuerer und Projektleiter tätig. Weitere Aufgabengebiete sind Planungsleistungen, Beratung, technisch-wirtschaftliche Betreuung und Projektentwicklung. Wir sind eine 100 %ige Tochter der Stadt Mannheim mit 10 Mitarbeitern, davon 6 erfahrene Bauingenieure und Architekten. MWS Bauconsult hat in den letzten 25 Jahren eine beachtliche Zahl von Hochbauprojekten (Schulen, Altenpflegeheime, Klinikbauten, Museen, Verwaltungsgebäude und dergl.) sowie Tief- und Ingenieurbaumaßnahmen betreut.

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  Sparkasse Mannheim    
 
Ein großer "Sporthallen-Traum" wird wahr
Festliche Einweihung der 5,2 Millionen Euro teuren Herzogenriedhalle / 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport
 
  Für ihn sei ein Traum wahr geworden, versicherte Kultur- und Sport-Bürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Festrede: Zusammen mit einer 800-köpfigen Gästeschar feierten Bauherren, Stadträte und Dezernenten am Wochenende die Einweihung der 5,2 Millionen Euro teuren "MWS Halle Am Herzogenried".

Das Gebäude mit mehr als 1500 Quadratmetern Sportfläche, ist ein Projekt der Public Private Partnership (PPP). Weil die städtischen Kassen leer sind, habe sich die städtische Tochter MWS Bauconsult verpflichtet gefühlt, "Hilfe zu leisten und nahm sich der Aufgabe an", wie MWS-Geschäftsführer Majid Khoshlessan betonte. Er dankte Werner Kaltenborn und Don Lindemann "für die anspruchsvolle und gelungene Architektur".

Dr. Kurz begrüßte, dass die Schar der anwesenden Kommunalpolitiker unter den Gästen so groß sei: "Der Gemeinderat wäre heute sofort beschlussfähig." Bei seinem Amtsantritt 1999 habe die Stadt dringend zwei unterschiedliche Sporthallen benötigt, eine für Großveranstaltungen und eine für Wettkämpfe, Schulsport und kulturelle Events in der Größenordnung von 1400 Zuschauern: "Es war damals nicht zu erwarten, dass diese Träume in absehbarer Zeit wahr werden könnten." Innerhalb von drei Monaten seien nun beide Hallen Realität geworden: Die SAP Arena und die MWS Halle: "Damit ist der Bedarf der Stadt Mannheim an Sporthallen gedeckt."

Kämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der MWS Bürgermeister Christian Specht, erläuterte, dass die Halle von der MWS mit einem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert worden sei: "Dieses Modell ist eine intelligente Möglichkeit für die finanzschwache Kommune, dennoch bauliche Wünsche zu realisieren." Die Stadt, so der Kämmerer, wäre nicht in der Lage gewesen, ein Projekt wie die MWS Halle zu stemmen, "schon gar nicht innerhalb dieser kurzen Zeit von nur 14 Monaten". Als Aufsichtsratsvorsitzender der MWS freue sich Specht, dem Beirat einer "so solventen und wirtschaftlich gut fundierten Firma" vorzustehen.

Alle Redner dankten dem ehemaligen Ersten Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Dr. Norbert Egger. Seinem damaligem Engagement sei es nicht zuletzt zu verdanken, dass die Stadt das Finanzierungsmodell angenommen habe. Zudem dankten die Redner dem Gemeinderat der Stadt Mannheim, der nahezu einhellig für den Bau der Halle gestimmt habe, sowie der MWS und ihrem Geschäftsführer Majid Khoshlessan, der die Errichtung der Halle in so kurzer Zeit ermöglicht habe.

Musikalisch eingerahmt wurde das Einweihungsfest, das Wolfe Grünewald mit viel Witz moderierte, von der Big Band des Bachgymnasiums. Das kurzweilige Unterhaltungsprogramm gestalteten der Jazztanz-Powersportclub Schönau, das Basketball-Team des SG Basketball, die Karate-Crew des TSV 1846 Mannheim, Kunstturner des Leistungszentrums TGM sowie das Rope Skipping- und Fecht-Team vom TSV 1846.


© Mannheimer Morgen – 12.12.2005

 
 
In einer neuen Ganztagesschule erhalten alle Kinder eine Chance
SCHÖNAU: Freude beim Richtfest / Kinder hatten Lieder und Gedichte einstudiert / Großes Lob für alle Beteiligten / Kollegium zieht vorbildlich mit
 
  Großer Bahnhof auf der Baustelle. Rund um den Richtkranz hatten sich viele versammelt, die sich Schulen und Schönau verbunden fühlen.Eine besondere Rolle kam dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Mark zu, der einst die Rochade ins Rollen gebracht hatte, wie sein Nachfolger auf dem Bürgermeister-Stuhl, Dr. Peter Kurz, dankend in seiner Rede betonte. Mark konnte sich übrigens gratulieren lassen, schließlich hatte er bei der Bundestagswahl das bestes SPD-Ergebnis im Lande eingefahren. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen für seine Sozialdemokraten.

Viel Lob heimste die MWS Bauconsult ein. Klaus Schwab, der als Projektleiter tätig war, freute sich über das viele Lob und gab den Dank ans Architektenteam Bär-Stadelmann-Stöcker, an die Stadt, die Schule zurück. Die Planung des Gebäudes war bis Jahresende 2004 abgeschlossen gewesen, mit den Rohbauarbeiten begann man am 29. März 2005. Runde sechs Millionen Euro wird das Projekt kosten, mit dem Schuljahr 2006/2007 beginnt der Unterricht in der Schule. Die Kinder hatten Gedichte und Lieder einstudiert, außerdem die Schleife am Richtkranz eigenhändig unterschrieben. Dass sie immer einbezogen werden, zeigt die gute Atmosphäre an der Grundschule. Cordula Rössler freute sich über den Neubau, lobte, dass jede Klassenstufe ihr eigenes Haus haben wird, war angetan von der Aula, die sich durch Türen verändern lässt, hob die Helligkeit und den kindgerechten Bau hervor.

Die Schüler freuten sich, dass sie ihre Schule mitwachsen sehen. Immer wieder kommen sie vorbei und sehen sich um und Rössler und ihr Kollegium wollen jetzt auch Führungen machen auf der Baustelle. Dr. Peter Kurz betonte das schnelle Tempo, in dem der Bau voranschreite und sprach von drei Dingen, die es an diesem Tage zu feiern gelte. Dass diese Schule auf den Weg gebracht worden sei, fand er großartig.- Damit verfüge die Stadt über drei Ganztags-Grundschulen, das sei einmalig in Baden-Württemberg. Der Redner betonte, damit gäbe man auch eine Antwort auf die Herausforderung "kein Kind soll verloren gehen." Der ganzheitliche Ansatz sei eminent wichtig, eine Schule nicht nur zur Wissensvermittlung da. Zum zweiten passiere jetzt endlich etwas, worauf man 40 Jahre habe warten müssen: "Die alte Kerschensteiner Schule lag gar nicht in dem Bezirk, für den sie zuständig war."

Und drittens sei das ein besonders bedeutsamer Tag, weil sich mit diesem Tausch, der Rochade, die gesamte Schullandschaft auf der Schönau verändere. Derzeit werden sieben Schulen im bereich Nord und Ost neu gebaut oder so umgehend saniert, dass zumindest Teile neu sein werden. Bürgermeister Lothar Quast konnte sich schon im Rohbau vorstellen, "dass dies eine besonders schöne Schule wird." Wichtig sei aber nicht nur die Qualität des Hauses, sondern, dass das äußere mit den inneren Inhalten korrespondiere. Quast bedankte sich beim Gemeinderat für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, "Das ist die beste Investition für die Zukunft." Und er freute sich darauf, wie die schule das Gebäude mit neuen Projekten füllen wird. Dass der Bund die Initiative ergriffen und den Weg bereitet habe für Ganztagsschulen in jedem Bereich, hielt Quast ebenfalls für besonders erwähnenswert.

Schulamtsdirektor Reinhold Gölz dankte ebenfalls allen Beteiligten und wüschte der Schule von Herzen alles Gute. Auch er betonte das rasche Fortschreiten des Baus, die klugen Überlegungen, die den Plänen zugrund lägen und die herausragende Leistung von Architekten und Bauconsult. Polier Vudan sprach schließlich den Spruch und zerschlug ein Glas, damit die Scherben Glück bringen konnten. Dann wurde der Richtkranz hochgezogen und die Kinder konnten sich an Brezeln und Saft laben. Bestens bewirtet von den Repräsentantinnen Liane Kaun und Marita Danielsen von der Stadt, die diese gesamte Feier großartig mitorganisiert hatten. Die Brezeln gingen weg wie warme Semmeln und die Kinder, die eine gute Figur gemacht hatten bei Liedern und Gedichten, strömten, um durstige Kehlen zu netzen.Man stand noch lange zusammen und unterhielt sich. Auch darüber, wie wichtig Schulen und ihre Atmosphäre sind für das Gedeihen einer jungen Generation. In dieser Grundschule sind jedenfalls die besten Voraussetzungen gegeben, war die einhellige Meinung. Da gratulierten auch die Vertreter andere Schönauer Schulen herzlich.


© Mannheimer Morgen – 28.09.2005

 
 

Richtkranz über der Schönau
 
  Beste Stimmung gestern Vormittag auf der Schönau. Die neue Ganztags-Grundschule steht im Rohbau. Um den Richtkranz versammelten sich viele, so auch SPD-Bundestagsabgeordneter Lothar Mark, die Bürgermeister Dr. Peter Kurz und Lothar Quast, die Schönauer Stadträtinnen Regina Trösch (CDU) und Andrea Safferling (SPD). Grundschul-Rektorin Cordula Rössler bedankte sich herzlich bei allen an den Vorbereitungen und am Bau Beteiligten. Die Bürgermeister lobten die Rochade, die einst von Lothar Mark ins Leben gerufen wurde.

Gelobt wurde immer wieder die MWS Bauconsult, die als Projektleiter verantwortlich zeichnet. "Wir hätten nicht gedacht, dass wir so rasch nach der Grundsteinlegung wieder hier stehen würden," betonte Dr. Kurz. Fertig soll die Schule zu Beginn des Schuljahres 2006 sein, die Gesamtkosten werden an die sechs Millionen Euro betragen. Eine Investition für die Zukunft, wie auch der Direktor des Staatlichen Schulamtes, Gölz, betonte. Die Kinder umrahmten die Feier.


© Mannheimer Morgen – 24.09.2005

 
 

MWS Bauconsult sponsert Ausstellung des
chinesischen Porzellan-Graveurs Shao Tongyi
 
 
Filigrane Meisterwerke im Park
Porzellan-"Kunstschnitzer" stellt im Chinesischen Garten aus


Mit dem Hämmerchen in der Rechten wie ein Specht auf den kleinen Meisel in der linken Hand schräg auf den Porzellanteller - wie das der 44 Jahre alte Professor Shao Tongyi vorführt, sieht das recht einfach aus. Aber diese Kunst "Himmel, Erde und Menschen zu harmonisieren" beherrschen weltweit kaum zehn Menschen.

Die haben es bei ihm in seinem Atelier in Zhenjiang, Mannheims Partnerstadt gelernt. Dort entdeckte vor Jahren schon Erster Bürgermeister Dr. Norbert Egger den von der Unesco ausgezeichneten Künstler und beschloss, ihn als weiteren Beweis "gelebter Partnerschaft" einzuladen. Doch im Vorjahr verhinderte das die SARS-Seuche und diesmal "mussten wir um das Visum zu seiner ersten Auslandsreise kämpfen".

Es klappte knapp vor Eröffnung der Ausstellung die nun bis 20. Juni im Blumenpavillon des Chinesischen Gartens zu sehen ist. Hier fühlt sich Shao Tongyi nach seinen Worten "wie zu Hause", denn er ist in der als Heimat der Päonien bekannten Elf-Millionen-Stadt Heze geboren aus der die blühende Pracht ums Teehaus stammt. Majid Khoshlessan von der MWS Bauconsult GmbH, die als Hauptsponsor diese Ausstellung ermöglichte, kündigte "weitere künstlerische Veranstaltungen in diesem in Europa einzigartigen Garten" an.

Stadtparkchef Joachim Költzsch gestand "ziemliches Herzklopfen" ein, als er zusammen mit Pressechef Oskar Sand die als Schiffsfracht eingetroffenen etwa 30 Exponate auspackte und in Vitrinen einordnete. Zur Freude von Shao Tongyi, der allen Beteiligten nicht zuletzt dafür dankte, dass sie ihm einen Feiertag opfern. Aber dann griff er zum Miniatur-Werkzeug und dengelte drauf los.

Um auf einem Teller chinesische Bildmotive, feinste Kalligrafie aufzuzeichnen, zu behämmern, nachzumalen, sogar in Farbe, braucht er zwei bis acht, für eine Vase 15 Tage, für ein filigranes Wandbild, eine Landschaft oder gar für ein Porträt einen Monat. Das kostet dann 1200 Euro, einen einzigartigen Teller a la Shao Tongyi gibt's schon ab 80 Euro.

Ohne Brille oder Lupe behämmert der Künstler kleine Objekte - sogar nur mit dem Meissel zwischen den Fingern. Etwa jede zehnte Vase zerbricht, übersetzt die Dolmetscherin. Stolz zeigt er seinen besonderen Pass, der ihn, auch in Englisch, als "Volkskünstler" ausweist. Unterhalten kann man sich mit ihm, wenn er nun drei Wochen lang sein unbegreifliches Können demonstriert, nur in der Sprache der chinesischen Provinz Shandong.

Die hat übrigens mehr Einwohner als ganz Deutschland, erwähnt China-Experte Dr. Egger. Er ist übrigens laut Übersetzung bereits auf Porzellan "kunstgeschnitzt".


© Mannheimer Morgen – 01.06.2004

 
 
Pop-Akademie gewinnt weiter an Boden
Macher treffen sich zum Spatenstich und loben das 3,8-Millionen-Projekt in den höchsten Tönen
 
  „Mit der Pop-Akademie haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Das kann eine große Erfolgsgeschichte werden", jubelte Christoph Palmer. Der baden-württembergische Staatsminister war gestern nach Mannheim gereist, um den ersten Spatenstich für das von Land und EU geförderte 3,8 Millionen-Projekt am Verbindungskanal zu setzen.

Mit ihm griff eine illustre Gästeschar zur Schaufel, allen voran Soulstar Xavier Naidoo und Oberbürgermeister Gerhard Widder. Beim Vor-Ort-Termin auf dem Gelände an der Hafenstraße begrüßte Kulturbürgermeister Dr. Peter Kurz viele Partner aus Politik, Medien und Wirtschaft, darunter auch Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle. „Sie alle haben die Pop-Akademie mit ermöglicht", dankten Kurz und Palmer allen Beteiligten.

In Zeiten knapper Kassen sei ein solch ehrgeizige Vorhaben nur als Gemeinschaftsleistung möglich. Mittlerweile sind die Voraussetzungen für den Studienbetrieb geschaffen, die gesetzlichen Grundlagen vom Landtag beschlossen und bei rund 700 Bewerbern die 57 Plätze für das im Oktober anlaufende Studium vergeben.

Im nahen Musikpark will der SWR ein eigenes Studio aufmachen. Schon jetzt errege das Projekt bundesweit Aufsehen - „ein Glücksfall für Mannheim", schwärmte Palmer, „und ein wichtiger Impuls für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Stadt und Land". Mannheim habe die Chance, zur „Metropole der Popmusik" aufzusteigen. „Und diese Chance werden wir nutzen", versprach Akademie-Leiter Udo Dahmen.

Nach Ansicht der Redner wird das Institut zudem im Stadtteil Aufbruchstimmung erzeugen. „In wenigen Jahren wird man den Jungbusch nicht wieder erkennen", betonte OB Widder und dankte dem Land und den beteiligten Unternehmern für ihre Unterstützung. Die Ankündigung Palmers („Wenn sich das bewährt, wird das nicht der letzte Spatenstich sein") griff Widder auf und versprach: „Wir heben die Späten auf für die nächsten Bauvorhaben."

Nach Abschluss der Bodenuntersuchung wird laut Projektentwickler, der MWS Bauconsult, alsbald mit den Arbeiten begonnen. Das dreistöckige Gebäude soll Mitte 2004 fertig gestellt werden.


© Mannheimer Morgen – 23.07.2003

 
 
Kranz über dem Rohbau kündet von Vorfreude
PFINGSTBERG: Schule, Stadt und Handwerker feiern Richtfest / Fertigstellung der Mensa sowie Sanierung bis Ende 2004
 
  Eigentlich könnte die beliebte Rektorin der Pfingstbergschule, Inge-Maren Pfeifer, ihren Übergang in die Pension einleiten. Macht sie aber nicht. Aus gutem Grund Jahrelang setzte sie sich für den Ausbau ihrer Schule zu einer Ganztageseinrichtung und damit auch für einen Ausbau und eine Sanierung des bestehenden Gebäudes ein. Die Einweihung in gut einem Jahr will sie sich nicht entgehen lassen. Die Vorfreude war der engagierten Pädagogin am Mittwoch ins Gesicht geschrieben. Ihre Augen strahlten, während der Polier Peter Kipp auf dem Dach des Rohbaus neben dem Richtkranz seinen Spruch verlas. Und da derzeit Wegen der Flaute im städtischen Kassen die Sanierung von Schulgebäuden auf Sparflamme läuft, versammeln sich Lokalpolitiker. verstärkt dort, wo sich überhaupt etwas bewegt.

Der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Dr. Sven- Joachim Otto, ließ sich das Ereignis genauso wenig entgehen wie die CDU Stadträte Regina Trösch, Klaus Fritz und Paul Buchert sowie deren SPD-Kollegin Marianne Bade. Die Grünen waren mit Stadtrat Wolfgang Raufelder vertreten. Immerhin haben sie vor eineinhalb Jahren mit ihrem Votum im Gemeinderat den Ausbau ermöglicht, wie Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner kurzen Ansprache feststellte.

Der Dank der Rektorin für das politische Engagement zugunsten der Pfingstbergschule galt auch den Bezirksbeiräten die mit zahlreichen Vertretern der Vereine der Kirchen, der örtlichen Wirtschaft und der Vorsitzenden des Mannheimer Gesamtelternbeirates, Gabriele Hellmann, kamen, um den Rohbau zu begutachten. In ihrem Lob durfte sich der Architekt Werner Kaltenbom sonnen. Tatsächlich ist es ihm gelungen, den Anbau so einzufügen, dass die Natumähe der Schule noch einmal betont wird. „Wir achteten darauf, dass nur wenige Bäume dem Neubau weichen mussten", erklärte Kaltenborn.

Beim Entwerfen des Innenlebens stand er vor der schwierigen Aufgabe, einen Raum zu projektieren, der mehrere Funktionen erfüllen kann. In erster Linie als Schulmensa. Daneben sollte er aber auch als Veranstaltungsort für die Schule und möglicherweise auch für die benachbarte Bevölkerung genutzt werden können. Und genau dies scheint auf überzeugende Weise mit dem runden Bau gelungen. Davon zeigte sich auch Gerhard Gölz vom Staatlichen Schulamt überzeugt.

Mit dem Neubau entstehen fünf Grundschulklassen und eine Mensa mit einer Eingangshalle. Zugleich wird der Bereich zwischen der Turnhalle und der Hauptschule aufgestockt. Damit sind die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Ganztageshauptschule gegeben. „Es entsteht auch mehr Raum für gezielte Förderung der Kinder, aber auch für eine verstärkte Erziehungsarbeit", erklärte Dr. Kurz.

Und wenn schon gebaut wird, soll auch saniert werden. Wenn im Sommer der Neubau - wie geplant - fertig gestellt sein wird, nehmen sich die Handwerker des bestehenden Baus an. Dr. Kurz rechnet damit, dass Stadt und Schule im Sommer 2004 den Abschluß der Arbeiten sowie die Einweihung des neuen und des überholten alten Gebäudes feiern können. Bis dahin wird die öffentliche Hand rund 6,8 Millionen Euro auf dem Pfingstberg investiert haben. Mit der Projektleitung und -Steuerung ist die MWS Bauconsult GmbH betraut. Dass die Schule auf ihre Art würdig feiern kann, bewies der Chor der Grundschüler, der mit seinem Gesang die Gäste des Richtfestes begeisterte.


© Mannheimer Morgen – 10.05.2003

 
 
Neue Halle wird für 28 Millionen Euro gebaut
Größtes Hochbauprojekt Walldorfs soll im August 2005 fertig sein - Schwetzinger Straße wird dafür verlegt - Enorme Folgekosten
 
  Walldorf, (towi) Fast 28 Millionen Euro brutto soll sie kosten und im August 2005 fertig sein: Die neue Sport- und Mehrzweckhalle im Walldorf er Norden. Sie soll nach den neuesten Planungen mitten auf die jetzige Schwetzingen Straße platziert werden, die dann in einem „eckigen" Kreisverkehr drumherum geführt wird.

Der Gemeinderat hatte sich bei seiner Sitzung am Dienstag mit dem Entwurf, den Kosten und der Realisierung zu beschäftigen. Die große Mehrheit des Gremiums votierte nach über dreistündiger Diskussion schließlich dafür - wenn auch manche mit Bauchgrimmen oder schwerem Herzen. Konsequent dagegen waren die Grünen.

Klaus Schwab von der bauüberwachenden MWS Bauconsult erläuterte die verschiedenen Daten des neuen Baus. Das Planungsteam habe nach verschiedenen „Optimierungsvarianten" gesucht. Der ursprüngliche Standort am Tennisplatz würde funktionieren, meinte er, nur sei der jetzt gewählte besser. Die Halle sei nun um 180 Grad gedreht worden, so dass der Eingang zur Stadt hin zeige. Für Schwab „eine optimale städtebauliche Lage". Denn Tennisanlage und Wald blieben nun fast komplett bestehen wie bisher. Er sah die Halle als „innovatives Gebäude", da man auf regenerative Energien und Brauchwassernutzung setze.

Das reine Gebäude koste 22,9 Millionen Euro, die Freianlagen etwa 4,7 Millionen, der Abriss der alten Astoria-Halle 210 000 Euro. alles jeweils brutto. Man sei noch in Abklärung mit dem Finanzamt, ob auf Grund des öffentlichen Charakters die Mehrwertsteuer wegfallen könne. Wie Schwab sagte, laufe die Planung und Ausschreibung noch in diesem Jahr, so dass nächsten Februar mit dem Bau begonnen werden könne, den man 18 Monate später fertig stellen wolle. Zuvor müssen die Freianlagen gestaltet worden. Hier ist laut Schwab Baubeginn schon diesen Oktober, damit im Februar möglichst alles fertig ist.

Gewaltig sind die Folgekosten, wie sie von Kämmerer Stefan Weisbrod errechnet wurden. Danach kommen knapp 500 000 Euro im Jahr auf die Stadt zu. Vorsichtig kalkuliert rechnet man in der Verwaltung mit Einnahmen von knapp über 80 000 Euro im Jahr, so dass dann noch 390 000 Euro Zuschussbedarf verblieben.

Stadtbaumeister Dieter Astor sah mit der jetzigen Entscheidung ein „wichtiges Etappenziel" erreicht. Der erste Hallenentwurf sei auf Grund seiner hohen Kosten um fünf Millionen Euro „eingedampft" worden. Doch habe dies Proteste bei den Vereinen ausgelöst, Die neue, „gestauchte" Lösung von Ende letzten Jahres habe dann alle zufrieden gestellt. Jetzt habe man eine „gute architektonische Lösung, einfach, spartanisch und wohl proportioniert". Zum neuen Standort meinte Astor: „Wir sind immer für Überraschungen gut, mir baue midde uff die Schwetzinga Schtroos."

Weitere Planungsdetails gab es von Friedhelm Natzschka vom Walldorfer Büro Spang, Fischer, Nafzschka. Es würden 143 Parkplätze neu geschaffen, sagte er, so dass bei Großveranstaltungen dann 505 zur Verfügung stünden. Diese könnten dann „multifunktional " für Halle, Schulzentrum, Sportplätze und Bäderanlagen genutzt werden. Ausführungen zum Raumkonzept - die RNZ berichtete bereits mehrtach darüber - machte Joachim Dürn vom beauftragten Architektur-Büro Dasch, Zürn und von Scholley.
„Wir haben unbestritten bereits eine gute bis sehr gute Infrastruktur, es besteht aber schon seit langem Bedarf an Möglichkeiten für weitere sportliche Aktivitäten", meinte Bürgermeister Heinz Merklinger. Und was gänzlich fehle, sei eine Räumlichkeit für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen.

Man müsse der Attraktivität als Wirtschaftsstandort einen ebenso attraktiven Lebensraum entgegen setzen, sagte er. Von der Arbeit der Vereine mit ihrem Angebot „an sinnvoller Freizeitbeschäftigung" profitiere die Örtliche Gemeinschaft. Sie seien der „soziale Kitt", der die Gesellschaft zusammen halte. Zeitlich gesehen feiere das Thema Sport-und Mehrzweckhalle bereits „Silberhochzeit", sagte Merklinger.

Bei einer Bürgerbefragung vor vier Jahren habe der Wunsch nach einer entsprechenden Einrichtung ganz oben auf der Liste gestanden. Wegen nachgewiesener Standortvorteile habe sich der Gemeinderat 1998 für den jetzigen Ort entschieden. „Funktional, quantitativ und qualitativ" habe man ein auf den örtlichen Bedarf abgestimmtes Projekt planerisch vorbereitet, so Merklinger. „Es wird kein Veranstaltungs oder Kongresszentrum geplant", meinte er.

Das bisher größte Hochbauprojekt in der Geschichte der Stadt sei eine „weit reichende Entscheidung", die auch kommunalpolitischen Mut abverlange.

Dem Hallenentwurf, gedeckelt auf Vorschlag von SPD-Sprecher Manfred Zuber mit sämtlichen Kosten auf 24 Millionen Euro netto, stimmte der Rat bei drei grünen Gegenstimmen zu. Vier „Nein" gab es zum neu gewählten Standort „Platzraum", zusammen mit der Straßenänderung und zusätzlichen Parkflächen. Mit großer Mehrheit wurden die bisher tätigen Planer weiter beauftragt.


© Rhein Neckar Zeitung - 02.05.2003
 
 

Nicht kleckern, klotzen
Die SAP-Stadt investiert 28 Millionen in modernen Hallenkomplex
 
  Walldorf, (towi) Für andere vergleichbare Städte bedeutet die Summe praktisch die Größenordnung des gesamten jährlichen Haushalts. Walldorf baut, ohne mit der Wimper zu zucken, für 28 Millionen Euro brutto eine Sport- und Mehrzweckhalle am nördlichen Stadteingang.

Wie üblich, wenn man in der Heimat von SAP Geld in die Hand nimmt, wird geklotzt, nicht gekleckert. Das größte Hochbauprojekt in der städtischen Geschichte soll bis August 2005 fertig sein.
Der neue Komplex wird mitten auf die Stadtauswärts führende Schwetzinger Straße platziert. Diese wird dann entweder als Kreisel um die Halle oder westlich an ihr vorbei geführt. Wegen der vielen Kinder durch das Schulzentrum und das Stadion gab es manche Befürchtungen über mögliche Gefährdungen durch den Autoverkehr, so dass die Verkehrsführung noch abgestimmt wird.

Das neue Gebäude inmitten von Schulzentrum, Fußballstadion und Bäderanlagen besteht aus drei Teilen. Zum einen wird ein dreiteilige Sporthalle für fast zehn Millionen Euro gebaut, die allen Ansprüchen genügen soll und Platz für bis zu 1000 Zuschauer bietet. Zum anderen entsteht für sieben Millionen eine große Mehrzweckhalle, die für kulturelle Zwecke gedacht ist, aber auch Platz für „weiche Sportarten" bietet. Außerdem entsteht im Untergeschoss für 2,7 Millionen eine Kegelanlage mit zehn Bahnen. Dort findet dann der „Stolze Kranz" seine Heimat, der gerade in die erste Kegler-Bundesliga aufgestiegen ist. Schließlich kommt noch für 1,4 Millionen ein Restaurant hinzu.

Wenn die Entscheidung im Gemeinderat auch mit großer Mehrheit fiel, machten sich manche ihr Votum nicht leicht. Vor allem in der SPD gab es doch manches Murren und Knurren über die Folge kosten von fast 500 000 Euro im Jahr und über den innerhalb von vier Wochen geänderten Standort. CDU und FDP äußerten sich uneingeschränkt positiv zur Halle, wenn auch die hohen Kosten angesprochen wurde. Doch „wann, wenn nicht jetzt", lautete das Credo. Absolut dagegen waren die Grünen. Sie geißelten die Halle als „überteuertes Prestigeprojekt" und sahen in Walldorf „ Geld mit Gewalt verbraten".


© Rhein Neckar Zeitung - 02.05.2003
 
 

Promoter sehen rosige Perspektiven für die Arena
Experten aus der Veranstaltungs-Branche sind sich einig:
Mannheimer Multifunktionshalle hat gute Wettbewerbs-Chancen


 
  Attraktive Sportwettkämpfe, glamouröse Show-Events und imageträchtige Konzerte mit Popstars, die bisher die Region verschmähen - all dies würde die geplante Mannheim Arena künftig ermöglichen. Mehrere vom "MM" befragte Experten aus der Veranstalter-Branche geben einer solchen Großhalle übereinstimmend gute Wettbewerbs-Chancen.

Bei Konzert-Promotern, Hallenbetreibern und den Geschäftsführern bereits existierender Arenen hat sich unsere Zeitung umgehört. Die Bewertung der Mannheimer Arena-Pläne war durchweg gleich lautend: Trotz Konjunkturkrise und Kaufzurückhaltung herrsche auf dem Freizeitsektor eine enorme Nachfrage. Und im Hinblick auf die Konkurrenz-Standorte Frankfurt (Festhalle), Karlsruhe (Europahalle) und Stuttgart (Schleyerhalle) habe die Quadratstadt große Vorteile.

"Wenn man die Möglichkeit, hier eine Arena zu bauen, ausschlagen würde, würde man sich lächerlich machen", wettert Matthias Mantel, Geschäftsführer der Mannheimer Konzertagentur BB-Promotion. Es gebe genug attraktive Bands und Künstler, um eine Halle mit 10 0000 Plätzen zu bespielen. Rock-Größen wie Alanis Morissette, Paul Simon oder Roger Waters seien auf Tour gewesen, er habe sie aber nicht veranstalten können, weil es bislang keine geeignete Halle in der Quadratestadt gebe. "Die Arena wäre genau das Richtige", findet er. Sie biete den Besuchern endlich einen zeitgemäßen Service (Sitzplätze, komfortable Gastronomie, moderne Toilettenanlagen), "und so weit ich die Planungen kenne, ist die Arena besser als die Hallen in Frankfurt und Stuttgart."

Positiv schätzt auch Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Preussag-Arena Hannover, die Chancen einer ähnlichen Einrichtung in Mannheim ein: "Es gibt hier ein Eishockey-Spitzenteam mit einem großen Fan-Anhang. Allein deshalb ist es schon wichtig und Erfolg versprechend, dass so eine Halle gebaut wird." Auf keinen Fallunterschätzen dürfe man die Werbewirkung für die Stadt: "Ein Box-Event zum Beispiel trägt bis hinüber in die USA." Sehr wichtig sei aber neben dem Nutzungskonzept die Besetzung der Geschäftsleitung. Ein professionelles Management müsse es schaffen, im Raum Mannheim eine solche Halle etablieren zu können.

Bei der Köln Arena basiert das Erfolgsrezept auf einem starken sportlichen Fundament. Gleich drei massenwirksame Vereine haben dort ihre Heimstätte: die Kölner Haie (Eishockey), Rhine Energy Cologne (Basketball) und der VfL Gummersbach (Handball). Die Gummersbacher hätten bei ihren letzten vier Spielen über 60 000 Besucher angezogen, erklärt ein Sprecher der Köln Arena. Eine solche Halle übe immer auch eine Art Sogwirkung aus und aktiviere neue Besucherschichten; der Effekt sei so ähnlich wie bei einem Multiplex-Kino.

Ein Fachmann, der den Markt bestens kennt und international als Berater bei Arena-Projekten agiert, ist Michael Brill. Der Geschäftsführer der SMG-Entertainment Deutschland (sie betreibt weltweit 150 Veranstaltungsstätten) und der König-Pilsener-Arena in Oberhausen sieht "recht gute Wettbewerbs-Chancen" für die Mannheim Arena. Sehr günstig sei die Anbindung an die Adler ("einer der bestgeführten Vereine in Deutschland"). Dass die Festhalle in Frankfurt veraltet und durch ihre Verbindung zur Messe nicht gut nutzbar sei, eröffne weitere Perspektiven. Und der Konzertmarkt sei nach wie vor viel versprechend: "Das Live-Veranstaltungsgeschäft ist konjunkturell längst nicht so betroffen wie andere Bereiche." Es sei aber schon festzustellen, dass die Zahl zugkräftiger Künstler nicht in dem Masse steige wie die Zahl neuer Arena-Bauten.

Für Brill sind daher die Leitungspersönlichkeiten und das Nutzungskonzept einer solchen Veranstaltungsstätte von entscheidender Bedeutung. Ganz oben auf der Prioritätenliste der Erfolgsfaktoren stehen seiner Meinung nach die Philosophie und die Geschäftskontakte des Managements. Erst danach spiele das Marktpotenzial eine Rolle, dann erst seien die baulichen Gegebenheiten ausschlaggebend. "Auch wenn alle anderen Faktoren günstig sind - kann eine unfähige Person an der Spitze ein solche Haus herunter wirtschaften."


© Mannheimer Morgen – 31.01.2003


 
 
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