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Ein großer "Sporthallen-Traum" wird wahr
Festliche Einweihung der 5,2 Millionen Euro teuren Herzogenriedhalle / 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport
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Für ihn sei ein Traum wahr geworden, versicherte Kultur- und Sport-Bürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Festrede: Zusammen mit einer 800-köpfigen Gästeschar feierten Bauherren, Stadträte und Dezernenten am Wochenende die Einweihung der 5,2 Millionen Euro teuren "MWS Halle Am Herzogenried".
Das Gebäude mit mehr als 1500 Quadratmetern Sportfläche, ist ein Projekt der Public Private Partnership (PPP). Weil die städtischen Kassen leer sind, habe sich die städtische Tochter MWS Bauconsult verpflichtet gefühlt, "Hilfe zu leisten und nahm sich der Aufgabe an", wie MWS-Geschäftsführer Majid Khoshlessan betonte. Er dankte Werner Kaltenborn und Don Lindemann "für die anspruchsvolle und gelungene Architektur".
Dr. Kurz begrüßte, dass die Schar der anwesenden Kommunalpolitiker unter den Gästen so groß sei: "Der Gemeinderat wäre heute sofort beschlussfähig." Bei seinem Amtsantritt 1999 habe die Stadt dringend zwei unterschiedliche Sporthallen benötigt, eine für Großveranstaltungen und eine für Wettkämpfe, Schulsport und kulturelle Events in der Größenordnung von 1400 Zuschauern: "Es war damals nicht zu erwarten, dass diese Träume in absehbarer Zeit wahr werden könnten." Innerhalb von drei Monaten seien nun beide Hallen Realität geworden: Die SAP Arena und die MWS Halle: "Damit ist der Bedarf der Stadt Mannheim an Sporthallen gedeckt."
Kämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der MWS Bürgermeister Christian Specht, erläuterte, dass die Halle von der MWS mit einem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert worden sei: "Dieses Modell ist eine intelligente Möglichkeit für die finanzschwache Kommune, dennoch bauliche Wünsche zu realisieren." Die Stadt, so der Kämmerer, wäre nicht in der Lage gewesen, ein Projekt wie die MWS Halle zu stemmen, "schon gar nicht innerhalb dieser kurzen Zeit von nur 14 Monaten". Als Aufsichtsratsvorsitzender der MWS freue sich Specht, dem Beirat einer "so solventen und wirtschaftlich gut fundierten Firma" vorzustehen.
Alle Redner dankten dem ehemaligen Ersten Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Dr. Norbert Egger. Seinem damaligem Engagement sei es nicht zuletzt zu verdanken, dass die Stadt das Finanzierungsmodell angenommen habe. Zudem dankten die Redner dem Gemeinderat der Stadt Mannheim, der nahezu einhellig für den Bau der Halle gestimmt habe, sowie der MWS und ihrem Geschäftsführer Majid Khoshlessan, der die Errichtung der Halle in so kurzer Zeit ermöglicht habe.
Musikalisch eingerahmt wurde das Einweihungsfest, das Wolfe Grünewald mit viel Witz moderierte, von der Big Band des Bachgymnasiums. Das kurzweilige Unterhaltungsprogramm gestalteten der Jazztanz-Powersportclub Schönau, das Basketball-Team des SG Basketball, die Karate-Crew des TSV 1846 Mannheim, Kunstturner des Leistungszentrums TGM sowie das Rope Skipping- und Fecht-Team vom TSV 1846.
© Mannheimer Morgen – 12.12.2005
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In einer neuen Ganztagesschule
erhalten alle Kinder eine Chance
SCHÖNAU: Freude beim Richtfest / Kinder hatten Lieder und Gedichte
einstudiert / Großes Lob für alle Beteiligten / Kollegium zieht vorbildlich
mit
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Großer Bahnhof auf der Baustelle.
Rund um den Richtkranz hatten sich viele versammelt, die sich Schulen
und Schönau verbunden fühlen.Eine besondere Rolle kam dem SPD-Bundestagsabgeordneten
Lothar Mark zu, der einst die Rochade ins Rollen gebracht hatte,
wie sein Nachfolger auf dem Bürgermeister-Stuhl, Dr. Peter Kurz,
dankend in seiner Rede betonte. Mark konnte sich übrigens gratulieren
lassen, schließlich hatte er bei der Bundestagswahl das bestes SPD-Ergebnis
im Lande eingefahren. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen
für seine Sozialdemokraten.
Viel Lob heimste die MWS Bauconsult ein. Klaus Schwab, der als Projektleiter
tätig war, freute sich über das viele Lob und gab den Dank ans Architektenteam
Bär-Stadelmann-Stöcker, an die Stadt, die Schule zurück. Die Planung
des Gebäudes war bis Jahresende 2004 abgeschlossen gewesen, mit den
Rohbauarbeiten begann man am 29. März 2005. Runde sechs Millionen
Euro wird das Projekt kosten, mit dem Schuljahr 2006/2007 beginnt
der Unterricht in der Schule. Die Kinder hatten Gedichte und Lieder
einstudiert, außerdem die Schleife am Richtkranz eigenhändig unterschrieben.
Dass sie immer einbezogen werden, zeigt die gute Atmosphäre an der
Grundschule. Cordula Rössler freute sich über den Neubau, lobte,
dass jede Klassenstufe ihr eigenes Haus haben wird, war angetan von
der Aula, die sich durch Türen verändern lässt, hob die Helligkeit
und den kindgerechten Bau hervor.
Die Schüler freuten sich, dass sie ihre Schule mitwachsen sehen.
Immer wieder kommen sie vorbei und sehen sich um und Rössler und
ihr Kollegium wollen jetzt auch Führungen machen auf der Baustelle.
Dr. Peter Kurz betonte das schnelle Tempo, in dem der Bau voranschreite
und sprach von drei Dingen, die es an diesem Tage zu feiern gelte.
Dass diese Schule auf den Weg gebracht worden sei, fand er großartig.-
Damit verfüge die Stadt über drei Ganztags-Grundschulen, das sei
einmalig in Baden-Württemberg. Der Redner betonte, damit gäbe man
auch eine Antwort auf die Herausforderung "kein Kind soll verloren
gehen." Der ganzheitliche Ansatz sei eminent wichtig, eine Schule
nicht nur zur Wissensvermittlung da. Zum zweiten passiere jetzt endlich
etwas, worauf man 40 Jahre habe warten müssen: "Die alte Kerschensteiner
Schule lag gar nicht in dem Bezirk, für den sie zuständig war."
Und drittens sei das ein besonders bedeutsamer Tag, weil sich mit
diesem Tausch, der Rochade, die gesamte Schullandschaft auf der Schönau
verändere. Derzeit werden sieben Schulen im bereich Nord und Ost
neu gebaut oder so umgehend saniert, dass zumindest Teile neu sein
werden. Bürgermeister Lothar Quast konnte sich schon im Rohbau vorstellen,
"dass dies eine besonders schöne Schule wird." Wichtig sei aber
nicht nur die Qualität des Hauses, sondern, dass das äußere mit den
inneren Inhalten korrespondiere. Quast bedankte sich beim Gemeinderat
für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, "Das ist die beste
Investition für die Zukunft." Und er freute sich darauf, wie die
schule das Gebäude mit neuen Projekten füllen wird. Dass der Bund
die Initiative ergriffen und den Weg bereitet habe für Ganztagsschulen
in jedem Bereich, hielt Quast ebenfalls für besonders erwähnenswert.
Schulamtsdirektor Reinhold Gölz dankte ebenfalls allen Beteiligten
und wüschte der Schule von Herzen alles Gute. Auch er betonte das
rasche Fortschreiten des Baus, die klugen Überlegungen, die den Plänen
zugrund lägen und die herausragende Leistung von Architekten und
Bauconsult. Polier Vudan sprach schließlich den Spruch und zerschlug
ein Glas, damit die Scherben Glück bringen konnten. Dann wurde der
Richtkranz hochgezogen und die Kinder konnten sich an Brezeln und
Saft laben. Bestens bewirtet von den Repräsentantinnen Liane Kaun
und Marita Danielsen von der Stadt, die diese gesamte Feier großartig
mitorganisiert hatten. Die Brezeln gingen weg wie warme Semmeln und
die Kinder, die eine gute Figur gemacht hatten bei Liedern und Gedichten,
strömten, um durstige Kehlen zu netzen.Man stand noch lange zusammen
und unterhielt sich. Auch darüber, wie wichtig Schulen und ihre Atmosphäre
sind für das Gedeihen einer jungen Generation. In dieser Grundschule
sind jedenfalls die besten Voraussetzungen gegeben, war die einhellige
Meinung. Da gratulierten auch die Vertreter andere Schönauer Schulen
herzlich.
© Mannheimer Morgen – 28.09.2005
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Richtkranz über der Schönau |
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Beste Stimmung gestern Vormittag
auf der Schönau. Die neue Ganztags-Grundschule steht im Rohbau. Um
den Richtkranz versammelten sich viele, so auch SPD-Bundestagsabgeordneter
Lothar Mark, die Bürgermeister Dr. Peter Kurz und Lothar Quast, die
Schönauer Stadträtinnen Regina Trösch (CDU) und Andrea Safferling
(SPD). Grundschul-Rektorin Cordula Rössler bedankte sich herzlich
bei allen an den Vorbereitungen und am Bau Beteiligten. Die Bürgermeister
lobten die Rochade, die einst von Lothar Mark ins Leben gerufen wurde.
Gelobt wurde immer wieder die MWS Bauconsult, die als Projektleiter
verantwortlich zeichnet. "Wir hätten nicht gedacht, dass wir
so rasch nach der Grundsteinlegung wieder hier stehen würden," betonte
Dr. Kurz. Fertig soll die Schule zu Beginn des Schuljahres 2006 sein,
die Gesamtkosten werden an die sechs Millionen Euro betragen. Eine
Investition für die Zukunft, wie auch der Direktor des Staatlichen
Schulamtes, Gölz, betonte. Die Kinder umrahmten die Feier.
© Mannheimer Morgen – 24.09.2005
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MWS Bauconsult sponsert Ausstellung des
chinesischen Porzellan-Graveurs Shao Tongyi |
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Filigrane Meisterwerke im Park
Porzellan-"Kunstschnitzer" stellt im Chinesischen Garten aus
Mit dem Hämmerchen in der Rechten wie ein Specht auf den kleinen
Meisel in der linken Hand schräg auf den Porzellanteller - wie das
der 44 Jahre alte Professor Shao Tongyi vorführt, sieht das recht
einfach aus. Aber diese Kunst "Himmel, Erde und Menschen zu harmonisieren"
beherrschen weltweit kaum zehn Menschen.
Die haben es bei ihm in seinem Atelier in Zhenjiang, Mannheims Partnerstadt
gelernt. Dort entdeckte vor Jahren schon Erster Bürgermeister Dr.
Norbert Egger den von der Unesco ausgezeichneten Künstler und beschloss,
ihn als weiteren Beweis "gelebter Partnerschaft" einzuladen. Doch
im Vorjahr verhinderte das die SARS-Seuche und diesmal "mussten wir
um das Visum zu seiner ersten Auslandsreise kämpfen".
Es klappte knapp vor Eröffnung der Ausstellung die nun bis 20. Juni
im Blumenpavillon des Chinesischen Gartens zu sehen ist. Hier fühlt
sich Shao Tongyi nach seinen Worten "wie zu Hause", denn er ist in
der als Heimat der Päonien bekannten Elf-Millionen-Stadt Heze geboren
aus der die blühende Pracht ums Teehaus stammt. Majid Khoshlessan
von der MWS Bauconsult GmbH, die als Hauptsponsor diese Ausstellung
ermöglichte, kündigte "weitere künstlerische Veranstaltungen
in diesem in Europa einzigartigen Garten" an.
Stadtparkchef Joachim Költzsch gestand "ziemliches Herzklopfen" ein,
als er zusammen mit Pressechef Oskar Sand die als Schiffsfracht eingetroffenen
etwa 30 Exponate auspackte und in Vitrinen einordnete. Zur Freude
von Shao Tongyi, der allen Beteiligten nicht zuletzt dafür dankte,
dass sie ihm einen Feiertag opfern. Aber dann griff er zum Miniatur-Werkzeug
und dengelte drauf los.
Um auf einem Teller chinesische Bildmotive, feinste Kalligrafie aufzuzeichnen,
zu behämmern, nachzumalen, sogar in Farbe, braucht er zwei bis acht,
für eine Vase 15 Tage, für ein filigranes Wandbild, eine Landschaft
oder gar für ein Porträt einen Monat. Das kostet dann 1200 Euro,
einen einzigartigen Teller a la Shao Tongyi gibt's schon ab 80 Euro.
Ohne Brille oder Lupe behämmert der Künstler kleine Objekte - sogar
nur mit dem Meissel zwischen den Fingern. Etwa jede zehnte Vase zerbricht, übersetzt
die Dolmetscherin. Stolz zeigt er seinen besonderen Pass, der ihn,
auch in Englisch, als "Volkskünstler" ausweist. Unterhalten
kann man sich mit ihm, wenn er nun drei Wochen lang sein unbegreifliches
Können demonstriert, nur in der Sprache der chinesischen Provinz
Shandong.
Die hat übrigens mehr Einwohner als ganz Deutschland, erwähnt China-Experte
Dr. Egger. Er ist übrigens laut Übersetzung bereits auf Porzellan
"kunstgeschnitzt".
© Mannheimer Morgen – 01.06.2004
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Pop-Akademie gewinnt weiter an Boden
Macher treffen sich zum Spatenstich und loben das 3,8-Millionen-Projekt
in den höchsten Tönen |
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„Mit der Pop-Akademie haben
wir ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Das kann eine große
Erfolgsgeschichte werden", jubelte Christoph Palmer. Der baden-württembergische
Staatsminister war gestern nach Mannheim gereist, um den ersten Spatenstich
für das von Land und EU geförderte 3,8 Millionen-Projekt
am Verbindungskanal zu setzen.
Mit ihm griff eine illustre Gästeschar zur Schaufel, allen voran
Soulstar Xavier Naidoo und Oberbürgermeister Gerhard Widder.
Beim Vor-Ort-Termin auf dem Gelände an der Hafenstraße
begrüßte Kulturbürgermeister Dr. Peter Kurz viele
Partner aus Politik, Medien und Wirtschaft, darunter auch Regierungspräsidentin
Gerlinde Hämmerle. „Sie alle haben die Pop-Akademie mit
ermöglicht", dankten Kurz und Palmer allen Beteiligten.
In Zeiten knapper Kassen sei ein solch ehrgeizige Vorhaben nur als
Gemeinschaftsleistung möglich. Mittlerweile sind die Voraussetzungen
für den Studienbetrieb geschaffen, die gesetzlichen Grundlagen
vom Landtag beschlossen und bei rund 700 Bewerbern die 57 Plätze
für das im Oktober anlaufende Studium vergeben.
Im nahen Musikpark will der SWR ein eigenes Studio aufmachen. Schon
jetzt errege das Projekt bundesweit Aufsehen - „ein Glücksfall
für Mannheim", schwärmte Palmer, „und ein wichtiger
Impuls für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in
Stadt und Land". Mannheim habe die Chance, zur „Metropole
der Popmusik" aufzusteigen. „Und diese Chance werden wir
nutzen", versprach Akademie-Leiter Udo Dahmen.
Nach Ansicht der Redner wird das Institut zudem im Stadtteil Aufbruchstimmung
erzeugen. „In wenigen Jahren wird man den Jungbusch nicht wieder
erkennen", betonte OB Widder und dankte dem Land und den beteiligten
Unternehmern für ihre Unterstützung. Die Ankündigung
Palmers („Wenn sich das bewährt, wird das nicht der letzte
Spatenstich sein") griff Widder auf und versprach: „Wir
heben die Späten auf für die nächsten Bauvorhaben."
Nach Abschluss der Bodenuntersuchung wird laut Projektentwickler,
der MWS Bauconsult, alsbald mit den Arbeiten begonnen. Das dreistöckige
Gebäude soll Mitte 2004 fertig gestellt werden.
© Mannheimer Morgen – 23.07.2003
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Kranz über dem Rohbau kündet von Vorfreude
PFINGSTBERG: Schule, Stadt und Handwerker feiern Richtfest / Fertigstellung
der Mensa sowie Sanierung bis Ende 2004 |
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Eigentlich könnte die beliebte
Rektorin der Pfingstbergschule, Inge-Maren Pfeifer, ihren Übergang
in die Pension einleiten. Macht sie aber nicht. Aus gutem Grund Jahrelang
setzte sie sich für den Ausbau ihrer Schule zu einer Ganztageseinrichtung
und damit auch für einen Ausbau und eine Sanierung des bestehenden
Gebäudes ein. Die Einweihung in gut einem Jahr will sie sich
nicht entgehen lassen. Die Vorfreude war der engagierten Pädagogin
am Mittwoch ins Gesicht geschrieben. Ihre Augen strahlten, während
der Polier Peter Kipp auf dem Dach des Rohbaus neben dem Richtkranz
seinen Spruch verlas. Und da derzeit Wegen der Flaute im städtischen
Kassen die Sanierung von Schulgebäuden auf Sparflamme läuft,
versammeln sich Lokalpolitiker. verstärkt dort, wo sich überhaupt
etwas bewegt.
Der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Dr. Sven- Joachim Otto,
ließ sich das Ereignis genauso wenig entgehen wie die CDU Stadträte
Regina Trösch, Klaus Fritz und Paul Buchert sowie deren SPD-Kollegin
Marianne Bade. Die Grünen waren mit Stadtrat Wolfgang Raufelder
vertreten. Immerhin haben sie vor eineinhalb Jahren mit ihrem Votum
im Gemeinderat den Ausbau ermöglicht, wie Schulbürgermeister
Dr. Peter Kurz in seiner kurzen Ansprache feststellte.
Der Dank der Rektorin für das politische Engagement zugunsten
der Pfingstbergschule galt auch den Bezirksbeiräten die mit
zahlreichen Vertretern der Vereine der Kirchen, der örtlichen
Wirtschaft und der Vorsitzenden des Mannheimer Gesamtelternbeirates,
Gabriele Hellmann, kamen, um den Rohbau zu begutachten. In ihrem
Lob durfte sich der Architekt Werner Kaltenbom sonnen. Tatsächlich
ist es ihm gelungen, den Anbau so einzufügen, dass die Natumähe
der Schule noch einmal betont wird. „Wir achteten darauf, dass
nur wenige Bäume dem Neubau weichen mussten", erklärte
Kaltenborn.
Beim Entwerfen des Innenlebens stand er vor der schwierigen Aufgabe,
einen Raum zu projektieren, der mehrere Funktionen erfüllen
kann. In erster Linie als Schulmensa. Daneben sollte er aber auch
als Veranstaltungsort für die Schule und möglicherweise
auch für die benachbarte Bevölkerung genutzt werden können.
Und genau dies scheint auf überzeugende Weise mit dem runden
Bau gelungen. Davon zeigte sich auch Gerhard Gölz vom Staatlichen
Schulamt überzeugt.
Mit dem Neubau entstehen fünf Grundschulklassen und eine Mensa
mit einer Eingangshalle. Zugleich wird der Bereich zwischen der Turnhalle
und der Hauptschule aufgestockt. Damit sind die Voraussetzungen für
die Einrichtung einer Ganztageshauptschule gegeben. „Es entsteht
auch mehr Raum für gezielte Förderung der Kinder, aber
auch für eine verstärkte Erziehungsarbeit", erklärte
Dr. Kurz.
Und wenn schon gebaut wird, soll auch saniert werden. Wenn im Sommer
der Neubau - wie geplant - fertig gestellt sein wird, nehmen sich
die Handwerker des bestehenden Baus an. Dr. Kurz rechnet damit, dass
Stadt und Schule im Sommer 2004 den Abschluß der Arbeiten sowie
die Einweihung des neuen und des überholten alten Gebäudes
feiern können. Bis dahin wird die öffentliche Hand rund
6,8 Millionen Euro auf dem Pfingstberg investiert haben. Mit der
Projektleitung und -Steuerung ist die MWS Bauconsult GmbH betraut.
Dass die Schule auf ihre Art würdig feiern kann, bewies der
Chor der Grundschüler, der mit seinem Gesang die Gäste
des Richtfestes begeisterte.
© Mannheimer Morgen – 10.05.2003
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Neue Halle wird für 28 Millionen Euro gebaut
Größtes Hochbauprojekt Walldorfs soll im August 2005 fertig
sein - Schwetzinger Straße wird dafür verlegt - Enorme
Folgekosten |
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Walldorf, (towi) Fast 28 Millionen
Euro brutto soll sie kosten und im August 2005 fertig sein: Die neue
Sport- und Mehrzweckhalle im Walldorf er Norden. Sie soll nach den
neuesten Planungen mitten auf die jetzige Schwetzingen Straße
platziert werden, die dann in einem „eckigen" Kreisverkehr
drumherum geführt wird.
Der Gemeinderat hatte sich bei seiner Sitzung am Dienstag mit dem
Entwurf, den Kosten und der Realisierung zu beschäftigen. Die
große Mehrheit des Gremiums votierte nach über dreistündiger
Diskussion schließlich dafür - wenn auch manche mit Bauchgrimmen
oder schwerem Herzen. Konsequent dagegen waren die Grünen.
Klaus Schwab von der bauüberwachenden MWS Bauconsult erläuterte
die verschiedenen Daten des neuen Baus. Das Planungsteam habe nach
verschiedenen „Optimierungsvarianten" gesucht. Der ursprüngliche
Standort am Tennisplatz würde funktionieren, meinte er, nur
sei der jetzt gewählte besser. Die Halle sei nun um 180 Grad
gedreht worden, so dass der Eingang zur Stadt hin zeige. Für
Schwab „eine optimale städtebauliche Lage". Denn Tennisanlage
und Wald blieben nun fast komplett bestehen wie bisher. Er sah die
Halle als „innovatives Gebäude", da man auf regenerative
Energien und Brauchwassernutzung setze.
Das reine Gebäude koste 22,9 Millionen Euro, die Freianlagen
etwa 4,7 Millionen, der Abriss der alten Astoria-Halle 210 000 Euro.
alles jeweils brutto. Man sei noch in Abklärung mit dem Finanzamt,
ob auf Grund des öffentlichen Charakters die Mehrwertsteuer
wegfallen könne. Wie Schwab sagte, laufe die Planung und Ausschreibung
noch in diesem Jahr, so dass nächsten Februar mit dem Bau begonnen
werden könne, den man 18 Monate später fertig stellen wolle.
Zuvor müssen die Freianlagen gestaltet worden. Hier ist laut
Schwab Baubeginn schon diesen Oktober, damit im Februar möglichst
alles fertig ist.
Gewaltig sind die Folgekosten, wie sie von Kämmerer Stefan Weisbrod
errechnet wurden. Danach kommen knapp 500 000 Euro im Jahr auf die
Stadt zu. Vorsichtig kalkuliert rechnet man in der Verwaltung mit
Einnahmen von knapp über 80 000 Euro im Jahr, so dass dann noch
390 000 Euro Zuschussbedarf verblieben.
Stadtbaumeister Dieter Astor sah mit der jetzigen Entscheidung ein „wichtiges
Etappenziel" erreicht. Der erste Hallenentwurf sei auf Grund seiner
hohen Kosten um fünf Millionen Euro „eingedampft" worden.
Doch habe dies Proteste bei den Vereinen ausgelöst, Die neue, „gestauchte"
Lösung von Ende letzten Jahres habe dann alle zufrieden gestellt.
Jetzt habe man eine „gute architektonische Lösung, einfach,
spartanisch und wohl proportioniert". Zum neuen Standort meinte Astor: „Wir
sind immer für Überraschungen gut, mir baue midde uff die
Schwetzinga Schtroos."
Weitere Planungsdetails gab es von Friedhelm Natzschka vom Walldorfer
Büro Spang, Fischer, Nafzschka. Es würden 143 Parkplätze
neu geschaffen, sagte er, so dass bei Großveranstaltungen dann
505 zur Verfügung stünden. Diese könnten dann „multifunktional
" für Halle, Schulzentrum, Sportplätze und Bäderanlagen
genutzt werden. Ausführungen zum Raumkonzept - die RNZ berichtete
bereits mehrtach darüber - machte Joachim Dürn vom beauftragten
Architektur-Büro Dasch, Zürn und von Scholley.
„Wir haben unbestritten bereits eine gute bis sehr gute Infrastruktur,
es besteht aber schon seit langem Bedarf an Möglichkeiten für weitere
sportliche Aktivitäten", meinte Bürgermeister Heinz Merklinger.
Und was gänzlich fehle, sei eine Räumlichkeit für gesellschaftliche
und kulturelle Veranstaltungen.
Man müsse der Attraktivität als Wirtschaftsstandort einen
ebenso attraktiven Lebensraum entgegen setzen, sagte er. Von der
Arbeit der Vereine mit ihrem Angebot „an sinnvoller Freizeitbeschäftigung"
profitiere die Örtliche Gemeinschaft. Sie seien der „soziale
Kitt", der die Gesellschaft zusammen halte. Zeitlich gesehen feiere
das Thema Sport-und Mehrzweckhalle bereits „Silberhochzeit",
sagte Merklinger.
Bei einer Bürgerbefragung vor vier Jahren habe der Wunsch nach
einer entsprechenden Einrichtung ganz oben auf der Liste gestanden.
Wegen nachgewiesener Standortvorteile habe sich der Gemeinderat 1998
für den jetzigen Ort entschieden. „Funktional, quantitativ
und qualitativ" habe man ein auf den örtlichen Bedarf abgestimmtes
Projekt planerisch vorbereitet, so Merklinger. „Es wird kein
Veranstaltungs oder Kongresszentrum geplant", meinte er.
Das bisher größte Hochbauprojekt in der Geschichte der
Stadt sei eine „weit reichende Entscheidung", die auch kommunalpolitischen
Mut abverlange.
Dem Hallenentwurf, gedeckelt auf Vorschlag von SPD-Sprecher Manfred
Zuber mit sämtlichen Kosten auf 24 Millionen Euro netto, stimmte
der Rat bei drei grünen Gegenstimmen zu. Vier „Nein" gab
es zum neu gewählten Standort „Platzraum", zusammen mit
der Straßenänderung und zusätzlichen Parkflächen.
Mit großer Mehrheit wurden die bisher tätigen Planer weiter
beauftragt.
© Rhein Neckar Zeitung - 02.05.2003 |
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Nicht kleckern, klotzen
Die SAP-Stadt investiert 28 Millionen in modernen Hallenkomplex |
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Walldorf, (towi) Für andere
vergleichbare Städte bedeutet die Summe praktisch die Größenordnung
des gesamten jährlichen Haushalts. Walldorf baut, ohne mit der
Wimper zu zucken, für 28 Millionen Euro brutto eine Sport- und
Mehrzweckhalle am nördlichen Stadteingang.
Wie üblich, wenn man in der Heimat von SAP Geld in die Hand
nimmt, wird geklotzt, nicht gekleckert. Das größte Hochbauprojekt
in der städtischen Geschichte soll bis August 2005 fertig sein.
Der neue Komplex wird mitten auf die Stadtauswärts führende
Schwetzinger Straße platziert. Diese wird dann entweder als
Kreisel um die Halle oder westlich an ihr vorbei geführt. Wegen
der vielen Kinder durch das Schulzentrum und das Stadion gab es manche
Befürchtungen über mögliche Gefährdungen durch
den Autoverkehr, so dass die Verkehrsführung noch abgestimmt
wird.
Das neue Gebäude inmitten von Schulzentrum, Fußballstadion
und Bäderanlagen besteht aus drei Teilen. Zum einen wird ein
dreiteilige Sporthalle für fast zehn Millionen Euro gebaut,
die allen Ansprüchen genügen soll und Platz für bis
zu 1000 Zuschauer bietet. Zum anderen entsteht für sieben Millionen
eine große Mehrzweckhalle, die für kulturelle Zwecke gedacht
ist, aber auch Platz für „weiche Sportarten" bietet. Außerdem
entsteht im Untergeschoss für 2,7 Millionen eine Kegelanlage
mit zehn Bahnen. Dort findet dann der „Stolze Kranz" seine
Heimat, der gerade in die erste Kegler-Bundesliga aufgestiegen ist.
Schließlich kommt noch für 1,4 Millionen ein Restaurant
hinzu.
Wenn die Entscheidung im Gemeinderat auch mit großer Mehrheit
fiel, machten sich manche ihr Votum nicht leicht. Vor allem in der
SPD gab es doch manches Murren und Knurren über die Folge kosten
von fast 500 000 Euro im Jahr und über den innerhalb von vier
Wochen geänderten Standort. CDU und FDP äußerten
sich uneingeschränkt positiv zur Halle, wenn auch die hohen
Kosten angesprochen wurde. Doch „wann, wenn nicht jetzt", lautete
das Credo. Absolut dagegen waren die Grünen. Sie geißelten
die Halle als „überteuertes Prestigeprojekt" und sahen
in Walldorf „ Geld mit Gewalt verbraten".
© Rhein Neckar Zeitung - 02.05.2003 |
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Promoter sehen rosige Perspektiven für die Arena
Experten aus der Veranstaltungs-Branche sind sich einig:
Mannheimer Multifunktionshalle hat gute Wettbewerbs-Chancen
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Attraktive Sportwettkämpfe,
glamouröse Show-Events und imageträchtige Konzerte mit
Popstars, die bisher die Region verschmähen - all dies würde
die geplante Mannheim Arena künftig ermöglichen. Mehrere
vom "MM" befragte Experten aus der Veranstalter-Branche geben einer
solchen Großhalle übereinstimmend gute Wettbewerbs-Chancen.
Bei Konzert-Promotern, Hallenbetreibern und den Geschäftsführern
bereits existierender Arenen hat sich unsere Zeitung umgehört.
Die Bewertung der Mannheimer Arena-Pläne war durchweg gleich
lautend: Trotz Konjunkturkrise und Kaufzurückhaltung herrsche
auf dem Freizeitsektor eine enorme Nachfrage. Und im Hinblick auf
die Konkurrenz-Standorte Frankfurt (Festhalle), Karlsruhe (Europahalle)
und Stuttgart (Schleyerhalle) habe die Quadratstadt große
Vorteile.
"Wenn man die Möglichkeit, hier eine Arena zu bauen,
ausschlagen würde, würde man sich lächerlich machen",
wettert Matthias Mantel, Geschäftsführer der Mannheimer
Konzertagentur BB-Promotion. Es gebe genug attraktive Bands und
Künstler, um eine Halle mit 10 0000 Plätzen zu bespielen.
Rock-Größen wie Alanis Morissette, Paul Simon oder Roger
Waters seien auf Tour gewesen, er habe sie aber nicht veranstalten
können, weil es bislang keine geeignete Halle in der Quadratestadt
gebe. "Die Arena wäre genau das Richtige", findet er.
Sie biete den Besuchern endlich einen zeitgemäßen Service
(Sitzplätze, komfortable Gastronomie, moderne Toilettenanlagen),
"und so weit ich die Planungen kenne, ist die Arena besser als
die Hallen in Frankfurt und Stuttgart."
Positiv schätzt auch Andreas Kuchajda, Geschäftsführer
der Preussag-Arena Hannover, die Chancen einer ähnlichen Einrichtung
in Mannheim ein: "Es gibt hier ein Eishockey-Spitzenteam mit einem
großen Fan-Anhang. Allein deshalb ist es schon wichtig und
Erfolg versprechend, dass so eine Halle gebaut wird." Auf keinen
Fallunterschätzen dürfe man die Werbewirkung für
die Stadt: "Ein Box-Event zum Beispiel trägt bis hinüber
in die USA." Sehr wichtig sei aber neben dem Nutzungskonzept die
Besetzung der Geschäftsleitung. Ein professionelles Management
müsse es schaffen, im Raum Mannheim eine solche Halle etablieren
zu können.
Bei der Köln Arena basiert das Erfolgsrezept auf einem starken
sportlichen Fundament. Gleich drei massenwirksame Vereine haben
dort ihre Heimstätte: die Kölner Haie (Eishockey), Rhine
Energy Cologne (Basketball) und der VfL Gummersbach (Handball).
Die Gummersbacher hätten bei ihren letzten vier Spielen über
60 000 Besucher angezogen, erklärt ein Sprecher der Köln
Arena. Eine solche Halle übe immer auch eine Art Sogwirkung
aus und aktiviere neue Besucherschichten; der Effekt sei so ähnlich
wie bei einem Multiplex-Kino.
Ein Fachmann, der den Markt bestens kennt und international als
Berater bei Arena-Projekten agiert, ist Michael Brill. Der Geschäftsführer
der SMG-Entertainment Deutschland (sie betreibt weltweit 150 Veranstaltungsstätten)
und der König-Pilsener-Arena in Oberhausen sieht "recht gute
Wettbewerbs-Chancen" für die Mannheim Arena. Sehr günstig
sei die Anbindung an die Adler ("einer der bestgeführten
Vereine in Deutschland"). Dass die Festhalle in Frankfurt veraltet
und durch ihre Verbindung zur Messe nicht gut nutzbar sei, eröffne
weitere Perspektiven. Und der Konzertmarkt sei nach wie vor viel
versprechend: "Das Live-Veranstaltungsgeschäft ist konjunkturell
längst nicht so betroffen wie andere Bereiche." Es sei aber
schon festzustellen, dass die Zahl zugkräftiger Künstler
nicht in dem Masse steige wie die Zahl neuer Arena-Bauten.
Für Brill sind daher die Leitungspersönlichkeiten und
das Nutzungskonzept einer solchen Veranstaltungsstätte von
entscheidender Bedeutung. Ganz oben auf der Prioritätenliste
der Erfolgsfaktoren stehen seiner Meinung nach die Philosophie
und die Geschäftskontakte des Managements. Erst danach spiele
das Marktpotenzial eine Rolle, dann erst seien die baulichen Gegebenheiten
ausschlaggebend. "Auch wenn alle anderen Faktoren günstig
sind - kann eine unfähige Person an der Spitze ein solche
Haus herunter wirtschaften."
© Mannheimer Morgen – 31.01.2003
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